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Gesundheitliche Versorgung und Pflegeversorgung im Landkreis Vulkaneifel

Zur Sicherstellung der medizinischen und pflegerischen Versorgung startet der Landkreis Vulkaneifel die Umsetzungsphase des Projektes  „Gesundheitsversorgung im Landkreis Vulkaneifel“. Auf der Grundlage zahlreicher Gespräche mit Akteuren des Gesundheitswesens wurde unter fachlicher Begleitung der Arbeitsgemeinschaft Rechtsanwalt Schade und Prof. Dr. Winkel, Wiesbaden, das Konzept „Gesundheitliche Versorgung und Pflegeversorgung im Landkreis Vulkaneifel“ erstellt.

Mitglieder der Steuerungsgruppe bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. Foto: Hubertus FoesterZum Start des Umsetzungsprozesses wurde nun eine regionale Steuerungsgruppe, in der Vertreter/innen aus den relevanten Bereichen des Gesundheitswesens (u.a. Vorsitzender  Kreisärzteschaft, Kassenärztliche Vereinigung, Bürgermeister Verbandsgemeinde Daun, Krankenhaus Daun, Krankenhaus Gerolstein, Hausarzt, Caritasverband Westeifel e.V., DRK-Kreisverband e.V., Pflegeeinrichtung) sowie Vertreter/innen der Kreisverwaltung Vulkaneifel mitwirken, eingerichtet.

Elementare Aufgabe der Steuerungsgruppe ist es, die Umsetzung des Versorgungskonzepts anzustoßen und zu koordinieren und die Kooperation der medizinischen und pflegerischen Leistungsträger im Landkreis zu fördern.

Um zukünftig die Nachfolge altersbedingt ausscheidender Ärzte sicherzustellen und junge Ärzte für eine Niederlassung in der Region zu gewinnen, sind u.a. Maßnahmen zu ergreifen, die zu einer Reduzierung der Arbeitsbelastung der Hausärzte führen. Dieses Ziel verfolgt bspw. das in der Verbandsgemeinde Daun gestartete Projekt zur Übertragung ärztlicher Aufgaben auf Pflegekräfte.
Mit einem Weiterbildungsverbund, in dem Krankenhäuser und Arztpraxen gemeinsam eine vollständige Weiterbildung zur Fachärztin und zum Facharzt anbieten, könnten darüber hinaus jungen angehenden Ärzten und Ärztinnen innerhalb von fünf Jahren alle wichtigen Bereiche des Fachgebiets Allgemeinmedizin vermittelt werden. Damit würde die Chance erhöht, junge Ärzte und Ärztinnen für eine mögliche spätere Niederlassung in der Region zu gewinnen.
Einen weiteren Handlungsbedarf sieht die Steuerungsgruppe darin, älteren Menschen so lange wie möglich das Leben zu Hause durch ambulante pflegerische Versorgung zu ermöglichen.

In der konstituierenden Sitzung der Steuerungsgruppe wurden daher folgende erste Handlungsschwerpunkte festgelegt:
 
I.    Sicherung der hausärztlichen und kinderärztlichen Versorgung
II.   Weiterbildungsverbund
III.  Ambulante und stationäre Pflege

Die regionale Steuerungsgruppe dient als beständiger Impulsgeber und tritt regelmäßig zusammen. Weitere themenbezogene Arbeitsgruppen, in denen sich weitere Akteure des Gesundheitswesens aktiv mit einbringen können, sind vorgesehen.

Landrat Heinz-Peter Thiel freut sich über das Engagement der Akteure, um die Sicherung der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung gemeinsam anzugehen.


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